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Patientenforum

Frau D. stellte folgende Frage:
Mein Freund ist am Montag früh nach einem anstrengenden Wochenende völlig zusammengebrochen. Er hat starke Sprachstörungen und ein extremes Schlafbedürfnis. Der Zustand dauert nun schon fünf Tage an. Ein Hausarzt hat dies als "Überanstrengung" diagnostiziert. Ein anderer Freund sagte mir, daß früher einmal ein erhöhter Zuckerwert festgestellt wurde. Kann es da einen Zusammenhang geben?
 
Antwort von Prof. Ludvik:
Sehr geehrte Frau D.!
Die Symptome ihres Freundes könnten ohne weiteres mit einer Erhöhung des Blutzuckers einhergehen. Daher sollte unverzüglich der Blutzuckerwert gemessen werden. Die geschilderten Beschwerden müssen auf jeden Fall abgeklärt werden, es könnte auch ein Schlaganfall dahinter stecken. Ich würde Ihnen raten, unverzüglich ein Spital zur weiteren Aufklärung aufzusuchen.
Mit besten Grüßen
Prof. Dr. B. Ludvik

Herr E. stellte folgende Frage:
Ist es normal, dass ein Urin-Teststreifen für Ketone positiv reagiert, wenn man vorher etwas Alkohol konsumiert hat ???
 
Antwort von Prof. Ludvik:
Sehr geehrter Herr E.!
Alkoholkonsum führt zu einer verstärkten Produktion von Ketonkörpern, vor allem, wenn der Betroffene hungert. Daher ist die Reaktion des Teststreifens erklärbar. Prinzipiell sollten Diabetiker Alkohol nur in geringen Mengen und immer in Verbindung mit einer Mahlzeit konsumiern, schon allein um eine Hypoglykämie zu verhindern.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Bernhard Ludvik

Herr A. stellte folgende Frage:
Ich bin 39 Jahre alt, seit 32 Jahren Diabetiker, hatte bereits einen Niereninfarkt und der Glaskörper des rechten Auges musste nach einer Blutung ausgetauscht werden.
Seit ca. 2 Jahren leide ich unter massiven Schlafstörungen; jede Nacht nur ca 3-4 Stunden Schlaf (z.B. 22 Uhr einschlafen; 1 Uhr aufwachen; erst um 4 bis 5 Uhr erneut einschlafen; um 7 Uhr Tagesantritt. Sind diese Schlafstörungen eventuell durch Diabetes bedingt?
 
Antwort von Prof. Ludvik:
Sehr geehrter Herr A.!
Die Ursache dieser Schlafstörungen sollte unbedingt internistisch abgeklärt werden. Es können ebenso nächtliche Hypoglykämien wie auch ein s.g. Schlafapnoesyndrom dafür verantwortlich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. B. Ludvik

Herr B. stellte folgende Frage:
Bei der Urinprobe einer Freundin wurde als Folge einer Blasenentzündung Blut und Eiweiss, aber auch Zucker gefunden. Heisst das nun, dass sie an Diabetes erkrankt ist, oder kann dies auch eine vorübergehende Erscheinung (durch Krankheit oder Stress) sein.
 
Antwort von Prof. Ludvik:
Sehr geehrter Herr B.!
Ich würde Ihrer Freundin empfehlen, den Blutzucker nüchtern beim Hausarzt kontrollieren zu lassen, denn Harnwegsinfekte treten oft im Rahmen eines Diabetes auf.
Mit besten Grüßen
Prof. Dr. B. Ludvik

Herr S. stellte folgende Frage:
Gibt es Bedenken für eine Knieoperation bei einem Blutzucker nüchtern 260 und Harnzucker von 100? (Patient: weibl. 80 Jahre, 150cm, 78kg)
 
Antwort von Prof. Ludvik:
Sehr geehrter Herr S.!
Bei dieser Patientin besteht auf Grund der schlechten Blutzuckereinstellung ein erhöhtes Operationsrisiko sowie die Gefahr einer Wundheilungsstörung. Daher sollte unbedingt vor diesem Eingriff der Diabetes gut eingestellt werden.
Mit besten Grüßen
Prof. Dr. B. Ludvik

Frau B. stellte folgende Frage:
Wie sind die Anzeichen wenn Antikörper gegen Insulin gebildet werden. Bei meinem fast 13 jährigen Sohn sind die Werte von heute auf morgen trotz erhöhter Insulingabe eher permanent hoch. Kann das ein Zeichen dafür sein oder müssten die Werte dann eher sehr schwanken. Oder ist das wahrscheinlich auf die Pubertät zurückzuführen. Ein Infekt besteht nicht, Acetonausscheidung bei sehr hohen Werten ist negativ. Gibt es auch eine sichere Methode um Gegenregulationen nachzuweisen?
 
Antwort von Prof. Ludvik:
Sehr geehrte Frau B.!
Ich glaube nicht, dass Die Bildung von Antikörpern, die bei humanem Insulin sehr selten ist, für die Erhöhung des Insulinbedarfs verantwortlich ist. Dieses Phänomen sieht man bei Krankheit, Stress oder auch in bestimmten Lebensphasen wie in der Pubertät. Gegenregulationen kann man leider nicht so einfach nachweisen, falls die Werte morgens hoch sind, müsste ihr Sohn gelegentlich um 3.00 nachts messen, um einen Hypo auszuschließen. Prinzipiell sollten Sie nach Ausschluss eines Infekts als Ursache für die Erhöhung der Insulindosis versuchen, gemeinsam mit Ihrem Sohn nach möglichen Ursachen für die Blutzuckererhöhung zu suchen.
Mit besten Grüßen
Prof. Dr. B. Ludvik

Herr S. stellte folgende Frage:
Meine Freundin (23 Jahre) hat bei einer Gesundenuntersuchung festgestellt, dass sie eventuell "zuckerkrank" ist. Ihr erhöhter Wert liegt bei 115. Meine Frage lautet also, inwieweit die Gefahr einer Krankheit gegeben ist, da die letzten Monate enorm stressig waren.
 
Antwort von Prof. Ludvik:
Sehr geehrter Herr S.!
Eine Erhöhung des Blutzuckers ist sicherlich bei Stress möglich, andererseits kann dies auch ein Hinweis für eine Diabetesneigung Ihrer Freundin sein. Am beste wäre es, wenn bei Ihrer Freundin ein oraler Glukosetoleranztest (Zuckerbelastung) in einem Labor durchgeführt wird.
Mit besten Grüßen
Prof. Dr. B. Ludvik

Herr E. stellte folgende Frage:
Ich bin 33 Jahre alt, und Typ II Diabetiker, was ich erst seit ca. eineinhalb Jahren weiß. Mein HBA1c Wert ist das dritte Mal hintereinander bei 5,9. Ich trainiere seit kurzem in einem Fitness-Studio. Was mich daher interessieren würde ist, wie es mit isotonischen Getranken für Diabetiker aussieht. Isostar® oder dergleichen, wird glaube ich für einen Diabetiker weniger geeignet sein. Gibt es auf dem Markt etwas für Diabetiker? Vielen Dank für Ihre rasche Antwort!
 
Antwort von Prof. Ludvik:
Sehr geehrter Herr E.!
Gratuliere zu ihrem Trainingserfolg. Prinzipiell sind isotonische Getränke bei Sportausübung im üblichen Rahmen nicht notwendig, vor allem nicht bei Krafttraining. Im Falle von längerer (über 1 Stunde) Ausdauerleistung empfiehlt sich die Aufnahme von verdünnten Fruchtsäften, vorausgesetzt der Blutzucker ist in einem günstigen Bereich.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. B. Ludvik



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